Mittwoch, 22. Dezember 2004
Ich bin immer noch ganz platt...
... denn schon wieder habe ich soviele schöne Briefe aus Kenia erhalten, damit hätte ich - in dieser Form - nicht gerechnet! Bei den meisten der Patenkinder war es jetzt ja auch gleichzeitig die erste Post nach meinem Besuch in Kenia (nur Mary hatte ja noch während meines Besuchs einen Brief geschrieben, den sie mir im Flugzeug auf dem Rückflug hat übergeben lassen) - und ich bin so gerührt von den liebevollen Zeilen. Diese Vertrautheit und Nähe, die die Kinder und Jugendliche in der kurzen Zeit der Patenschaft aufgebaut haben, ist teilweise schon fast ein wenig erschreckend. Es wird mir immer mehr bewusst, welchen Stellenwert ich bei ihnen als Patin habe, wie wichtig eine solche Patenschaft für meine Patenkinder ist... - und gleichzeitig merke ich auch, dass ich einen gewissen Abstand einfach halten muss, dass ich nicht alles zu nah an mich heranlassen darf! Letzteres ist mir schon bei meinem Besuch in Kenia aufgefallen - und dieses Gefühl bestätigt sich jetzt auch bei den ersten Briefen der Kids nach der Reise. Auch wenn ich für sie laut ihren Briefen schon richtig zu ihrer Familie gehöre, wirklich ein Bestandteil derselben, sofern sie überhaupt nicht existiert, geworden bin und sie mich mehr oder weniger in allen Lebenslagen um Rat fragen und Hilfe bitten, bin ich halt doch "nur" die Patin - ich kann schreibend beratend auf sie einwirken, , aber die tatsächlichen Entscheidungen werden andere treffen - ich kann in begrenztem Rahmen Ihnen helfen, damit sie sich selber helfen können, muss es aber vermeiden, dass sie sich nur noch auf meine Hilfe verlassen...

Insgesamt machen die Briefe und die Kinder selber mich natürlich wahnsinnig glücklich - ich könnte manchmal von nichts anderem reden, wenn die Post gekommen ist, wenn ich mir Fotos der Kids anschaue, wenn... - die Patenschaften der Kids aus Kenia geben mir so viel - ich darf alles nur nicht übertreiben...

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